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Der Turnverein Reichenburg (TVR) legt am Rheintaler Turnfest in Rüthi einen starken Auftritt hin. In der dritten Stärkeklasse klassiert sich der TVR mit 28.07 Punkten auf dem zweiten Rang. Dieser Podestplatz beflügelt.
Unter herrlichen Bedingungen bestritt der Turnverein Reichenburg am Samstag in Rüthi, das am Fusse des Aussichtsbergs Hohen Kasten liegt, das Rheintaler Turnfest. Im ersten – von drei – Wettkampfteil sorgten die Steinheber für einen Auftakt nach Mass. Die sieben Heber stemmten 5335,5 Kilogramm in die Höhe. Das ergab die Note 9.57. Die Efforts der routinierten Stützen, Ueli Mettler und Bruno Kessler, sind hervorzuheben. Beide schafften mit dem 22,5 Kilogramm Stein 40 Hebungen. Im gleichen Wettkampfteil ist auch der Pendellauf angesiedelt. Die 12 Läuferinnen und Läufer rannten, als wäre der Bär aus dem Engadin hinter ihnen her. Bärenstark waren die gelaufenen Zeiten des jungen Teams von Disziplinenleiter Markus Zett. 8.99 Punkte und kein Übergabefehler. Bühnen-Gymnastik mit Bestnote Den zweiten Wettkampfteil bestritten die Bühnen-Gymnastikerinnen, die sechs Schleuderballwerfer und eine Schleuderballwerferin sowie die 800-Meter-Läufer. Die 12 Bühnen-Gymnastikerinnen legten ihren besten Turnfest-Auftritt hin, den es je gab. 9.63 Punkte blieben bisher noch unerreicht. Der Mut wurde belohnt, junge Turnerinnen einzusetzen. In der Disziplin Schleuderball ragte einmal mehr Luca Farisè mit 57.73 Metern heraus. David Anderegg knackte knapp die 50-Meter-Marke. Die einzige Werferin, Pia Kistler, steuerte mit ihren 35.15 Metern einen wesentlichen Anteil zur guten Note 9.23 bei. Beim 800-Meter-Lauf fielen drei Läufer aus. Diesen Verlust verkrafteten die Tatsächlich-Rennenden trotz grossem Einsatz nicht. Mit 8.20 Punkten beschlossen sie den mittleren Wettkampfteil. Die Grossfeld-Gymnastik-Equipe trat schweizermeisterhaft auf. Die drei Turner und 15 Turnerinnen erzielten 9.70, was die Disziplinen-Höchstnote am Rheintaler Turnfest bedeutete. Co-Leiterin Denise Mächler gab sich glücklich und doch ehrgeizig: „Bei der Programmbewertung mussten wir uns nur geringe Abzüge gefallen lassen. In der Einzelausführung müssen wir noch besser werden. Wir arbeiten daran.“ Das gute Gefühl für Bulle Zu guter Letzt bewältigten die fünf Hochspringer ihren Wettkampf. Angetrieben durch den ganzen Verein setzten sie zu Höhenflügen an. Allen voran David Anderegg und Samuel Kistler. Beide schafften 1.80 Meter und scheiterten äusserst knapp fünf Zentimeter weiter oben. Das dynamische Team, das Markus Kistler anführte, ersprang sich 9.30 Punkte. Mit 28.07 klassierte sich der Turnverein Reichenburg auf dem Podest und musste sich nur durch die aufstrebende Geräteriege Eschlikon TG geschlagen geben. Dieses Resultat erfreut und beflügelt. „Nun, habe ich ein gutes Gefühl für Bulle“, sagt Oberturner Michael Reiter. Im Freiburgischen nächste Woche tritt der TVR letztmals unter seiner turnerischen Leitung an. Mit einer Bestätigung der Leistung von Rüthi, eventuell gar einer Steigerung, das wäre für ihn ein schönes Abschiedsgeschenk. |